Ich kandidiere wieder – für Winsen und unsere Region
Am 13. September 2026 wird in Niedersachsen neu gewählt. Und ich bin wieder dabei.
Für die FDP kandidiere ich auf Listenplatz 2 für den Rat der Stadt Winsen (Luhe) und auf Listenplatz 1 im Wahlbereich Winsen-Nord/Elbmarsch für den Kreistag des Landkreises Harburg.
Nach inzwischen 20 Jahren im Winsener Stadtrat könnte man durchaus fragen: Warum eigentlich noch einmal?
Die Antwort ist ziemlich einfach: Weil mir Winsen und unsere Region wichtig sind. Weil ich noch etwas bewegen möchte. Und weil Kommunalpolitik Menschen braucht, die nicht einfach abnicken, sondern selber denken.
20 Jahre Stadtrat – und noch immer Lust auf Kommunalpolitik
Seit 2006 gehöre ich dem Rat der Stadt Winsen an. Als ich dort angefangen habe, war ich 24 Jahre alt. Seitdem hat sich in meinem Leben einiges verändert – und in Winsen natürlich auch.
Ich habe erlebt, wie politische Mehrheiten kommen und gehen. Ich war Einzelkämpfer im Rat, habe in unterschiedlichen Konstellationen mit anderen zusammengearbeitet und trage seit inzwischen zehn Jahren Führungsverantwortung in der Winsener Kommunalpolitik.
Dabei habe ich eines gelernt: Gute Kommunalpolitik entsteht nicht dadurch, dass man möglichst laut seine Parteifahne schwenkt. Sie entsteht, wenn man sich eine Sache genau ansieht, eine eigene Meinung bildet, für diese streitet – und anschließend mit denjenigen zusammenarbeitet, mit denen sich eine vernünftige Lösung erreichen lässt.
Das möchte ich auch weiterhin tun.
Dass ich diesmal auf Platz 2 der Stadtratsliste kandidiere, ist dabei eine ganz bewusste Entscheidung. Nach vielen Jahren an der Spitze der Winsener FDP ist es richtig, auch einer neuen Generation Verantwortung zu übertragen. Mit Henry Falkenberg steht deshalb 2026 ein 24-Jähriger auf Platz 1 unserer Liste.
Ich weiß noch ziemlich genau, wie es ist, mit 24 Jahren im Stadtrat zu sitzen.
Heute kann ich Erfahrung beisteuern, ohne deshalb immer selbst in der ersten Reihe stehen zu müssen.
Warum jetzt auch für den Kreistag?
Viele Entscheidungen, die unseren Alltag unmittelbar betreffen, werden eben nicht im Berliner Reichstag und auch nicht im Niedersächsischen Landtag getroffen.
Sie fallen hier.
Im Rathaus, im Kreishaus und in den kommunalen Gremien.
Das gilt für Schulen und Straßen ebenso wie für öffentlichen Nahverkehr, wirtschaftliche Entwicklung, Digitalisierung, Rettungsdienst, soziale Infrastruktur und viele andere Dinge, die man erst dann vermisst, wenn sie nicht funktionieren.
Gerade Winsen und die Elbmarsch sind eng miteinander verbunden. Ich bin in Hoopte an der Elbe aufgewachsen. Die Elbmarsch ist für mich deshalb kein Wahlkreis, den ich mir für eine Kandidatur auf einer Landkarte ausgesucht habe, sondern ein Stück Heimat.
Deshalb kandidiere ich für den Kreistag auf Platz 1 der FDP im Wahlbereich Winsen-Nord/Elbmarsch.
Und gerade bei Themen, die Stadt-, Gemeinde- und Kreisgrenzen überschreiten, möchte ich meine kommunalpolitische Erfahrung künftig auch im Landkreis einbringen.
Nicht alles war erfolgreich. Aber einiges schon.
Wer lange Politik macht, sollte hinterher nicht behaupten, jede gute Entwicklung persönlich erfunden zu haben.
Kommunalpolitik ist fast immer Teamarbeit – und Mehrheiten bekommt man nur gemeinsam mit anderen.
Trotzdem gibt es Dinge, bei denen ich sagen kann: Dafür habe ich mich eingesetzt. Das habe ich angestoßen.
Ein Beispiel ist die Übertragung von Ratssitzungen im Internet. Als wir 2019 mit unserer Initiative für mehr Transparenz und Bürgernähe einen Livestream der Ratsarbeit forderten, war das keineswegs selbstverständlich. Heute erscheint es völlig normal, dass Bürger kommunalpolitische Debatten auch von zu Hause verfolgen können.
Auch bei der Hundesteuer habe ich mich über Jahre eingemischt. Mein eigentliches Ziel war und bleibt ihre Abschaffung. Damit konnte ich mich bislang nicht vollständig durchsetzen – aber immerhin wurde die Belastung für Hundehalter deutlich reduziert.
Und es gab viele andere Themen: Stadtentwicklung, Haushalte, Verkehr, Digitalisierung, Transparenz, Bürgerbeteiligung oder die Frage, wie Winsen sich in den kommenden Jahrzehnten entwickeln soll.
In jüngster Zeit gehört dazu insbesondere die Bahnplanung zwischen Hamburg und Hannover. Meine Position dazu ist klar:
Alpha-E muss vom Tisch.
Ein Ausbau, der Winsen über Jahre massiv belastet und am Ende trotzdem nicht die Kapazitäten schafft, die für einen leistungsfähigen Deutschlandtakt benötigt werden, ist keine überzeugende Zukunftslösung.
Politik bedeutet für mich eben auch, eine unbequeme Position zu vertreten, wenn ich sie nach Beschäftigung mit den Fakten für richtig halte.
Meine politische Geschichte kann man hier nachlesen
Diese Internetseite gibt es nicht erst seit diesem Wahlkampf.
Und genau deshalb werde ich sie jetzt auch nicht auf Hochglanz polieren und so tun, als hätte meine politische Beschäftigung mit Winsen erst 2026 begonnen.
Wer möchte, darf hier gerne in der Vergangenheit wühlen.
Auf dieser Seite finden sich ältere Beiträge, Positionen, Wahlkämpfe und politische Debatten aus vielen Jahren. Manches würde ich heute wahrscheinlich anders formulieren. Bei manchen Dingen habe ich meine Meinung geändert. Andere Positionen würde ich heute genauso wieder vertreten.
Ich finde: Das gehört dazu.
Wer 20 Jahre Politik macht und anschließend behauptet, er habe immer recht gehabt, hat entweder ein erstaunlich schlechtes Gedächtnis – oder in diesen 20 Jahren nicht besonders viel dazugelernt.
Deshalb bleibt das Archiv da.
Wer wissen möchte, wofür ich einmal gestritten habe, was funktioniert hat, womit ich gescheitert bin und wie ich mich im Laufe der Jahre positioniert habe, kann sich gerne durchklicken.
Von Hoopte über die USA und Hamburg zurück nach Winsen
Vielleicht erklärt mein Lebenslauf auch ein Stück weit, warum mir diese Region so wichtig ist.
Ich bin 1981 in Winsen geboren und in Hoopte aufgewachsen. Zur Schule gegangen bin ich in Winsen. 1998 bekam ich die Gelegenheit, als Austauschschüler mit einem Stipendium des Parlamentarischen Patenschafts-Programms von Bundestag und US-Congress ein Jahr in den USA zu verbringen.
Nach dem Abitur am Gymnasium Winsen studierte ich Rechtswissenschaften in Hamburg. Während meines Referendariats arbeitete ich unter anderem im damaligen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin.
Später war ich als Rechtsanwalt tätig und habe 2017 gemeinsam mit Kollegen KIS-legal gegründet, mit der wir insbesondere Verbraucherrechte gegenüber großen Fluggesellschaften durchgesetzt haben.
Auch politisch habe ich über Winsen hinaus einiges gesehen: Ich war im Landesvorstand der FDP Niedersachsen tätig, kandidierte 2019 für das Europäische Parlament und 2021 im Wahlkreis Harburg für den Deutschen Bundestag.
Das waren interessante Erfahrungen. Aber mein politisches Zuhause ist und bleibt die Kommunalpolitik.
Denn nirgendwo sieht man so unmittelbar, was aus politischen Entscheidungen tatsächlich wird.
Was ich 2026 erreichen möchte
Winsen und der Landkreis Harburg stehen vor erheblichen Herausforderungen.
Wir brauchen eine vernünftige Stadt- und Regionalentwicklung, ausreichend Wohnraum und Gewerbeflächen, gute Schulen und Kitas, eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und Verwaltungen, die Bürgern und Unternehmen das Leben nicht unnötig kompliziert machen.
Wir müssen zugleich darauf achten, dass kommunale Haushalte nicht dauerhaft dadurch „gelöst“ werden, dass man einfach die nächste Steuer oder Gebühr erhöht.
Und wir müssen wieder stärker darüber sprechen, was eine Kommune wirklich leisten muss, was sie sinnvoll leisten kann – und was sie vielleicht auch einmal bleiben lassen sollte.
Liberal zu sein bedeutet für mich dabei nicht, zu allem Nein zu sagen. Es bedeutet, den einzelnen Menschen ernst zu nehmen, ihm möglichst viel Freiheit zu lassen und staatliches Handeln immer wieder darauf zu überprüfen, ob es notwendig, verhältnismäßig und sinnvoll ist.
Nach 20 Jahren im Stadtrat weiß ich allerdings auch: Für eine gute Idee gibt es keinen Bonuspunkt, nur weil „FDP“ daruntersteht.
Deshalb werde ich weiterhin mit anderen demokratischen Parteien und Gruppen zusammenarbeiten, wenn daraus etwas Vernünftiges für Winsen und den Landkreis entsteht. Und ich werde widersprechen, wenn ich etwas für falsch halte – auch wenn das gelegentlich unbequem ist.
Deshalb kandidiere ich
Ich kandidiere 2026 nicht, weil ich nach 20 Jahren unbedingt noch einen weiteren Titel auf einer Visitenkarte brauche.
Ich kandidiere, weil Erfahrung einen Wert hat – besonders dann, wenn man bereit ist, sie weiterzugeben und trotzdem offen für neue Ideen zu bleiben.
Für den Stadtrat Winsen auf Listenplatz 2.
Für den Kreistag im Wahlbereich Winsen-Nord/Elbmarsch auf Listenplatz 1.
Und mit demselben Grundsatz, mit dem ich Kommunalpolitik auch künftig machen möchte:
